X
   

Biografie

Aeham Ahmad

Foto: bigblackphotography

Aeham Ahmad wird 1988 als Sohn palästinensischer Flüchtlinge im syrischen Flüchtlingslager Jarmuk in Damaskus geboren. Jarmuk war das einst größte Palästinenserlager Syriens mit 800 000 Menschen, ein richtiges Stadtviertel, gewachsen über Jahrzehnte und Ausdruck syrischer Solidarität für die palästinensischen Brüder. Hier lernt Ahmad seit seinem fünften Lebensjahr Klavier spielen, zunächst am Arabischen Institut in Damaskus, später studiert er Musikpädagogik in Homs und arbeitet als Musiklehrer. Ab 2013 wird Jarmuk von verschiedenen Parteien des Bürgerkriegs umkämpft. Während dieser Zeit transportierte Ahmad sein Klavier auf einem Anhänger oder Pick-Up und tritt auf Straßen und öffentlichen Plätzen auf. Videos von diesen Auftritten, häufig vor allem mit Kindern als Publikum, werden in sozialen Netzwerken geteilt und seine Geschichte erfährt international Medienberichterstattung. Nachdem das Flüchtlingslager im April 2015 von den Kämpfern des »Islamischen Staates« eingenommen worden wird, zerstören diese bei einer Kontrolle sein Klavier. In dieser Situation entscheidet Ahmad sich, seine Heimat zu verlassen. Er flieht aus Jarmuk und kommt über Izmir, Lesbos und die Balkanroute im September 2015 als Flüchtling nach Deutschland.

Stand: 15.03.2018

Veranstaltungen

Wenn die Welt zuhört
24.04.2018

Wenn die Welt zuhört

Der Palästinenser Aeham Ahmad wird 2014 durch YouTube-Videos zum Symbol für den Friedenswillen in Syrien. Inmitten von Bombenkratern im...

zur Veranstaltung
to top