Andrej Angrick

Foto: Alexander Haschke

Der Berliner Historiker Andrej Angrick promovierte an der Technischen Universität Berlin bei Wolfgang Scheffler und Reinhard Rürup zur Geschichte der Einsatzgruppe D und forscht seitdem zur NS-Gewaltpolitik und Militärgeschichte, insbesondere zur Besatzungs- und Vernichtungspolitik.

Seit 1997 ist er als Historiker bei der »Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur« angestellt. Angrick war als Ermittler für das US-Office of Special Investigations und zudem seit 2007 als Gutachter für die sogenannten »Ghettorentenverfahren« der deutschen Sozialgerichte tätig. Für die »zweite Wehrmachtsausstellung« des Hamburger Instituts für Sozialforschung erarbeitete er den Themenbereich »Völkermord«. Angrick ist Beiratsmitglied von »YAHAD in Unum« und »Protecting Memory« – beide Organisationen haben sich das Auffinden, die Sicherung und würdevolle Herrichtung bislang unentdeckter Massengräber von NS-Verbrechen zur Aufgabe gemacht. Er ist Autor diverser Monographien und zahlreicher Aufsätze – bislang veröffentlichte er in neun Sprachen – sowie Mitherausgeber von Dokumenteneditionen, u.a.:

  • Der Dienstkalender Heinrich Himmler 1941/1942 (zusammen mit Peter Witte et. al.), Hamburg 1999.
  • Besatzungspolitik und Massenmord. Die Einsatzgruppe D in der südlichen Sowjetunion, Hamburg 2003.
  • Die »Endlösung« in Riga. Ausbeutung und Vernichtung 1941 – 1944 (zusammen mit Peter Klein) Darmstadt 2006 (englischsprachige Ausgabe 2009).
  • Die Gestapo nach 1945: Karrieren, Konflikte, Konstruktionen (Herausgeber zusammen mit Klaus-Michael Mallmann ) Darmstadt 2009 (polnischsprachige Ausgabe 2018)
  • Dokumente der Einsatzgruppen, 3 Vol. (Herausgeber zusammen mit Klaus-Michael Mallmann, Martin Cüppers und Jürgen Matthäus) Darmstadt 2011-2014.

Zuletzt erschien 2018 im Göttinger Wallstein Verlag seine umfassende Studie zur »Aktion 1005. Spurenbeseitigung von NS-Massenverbrechen 1942-1945«.

Stand: 14.08.2019

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