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Biografie

Marc Sinan

Foto: Graz Diez

Der Komponist und Gitarrist Marc Sinan ist Sohn einer türkisch-armenischen Mutter und eines deutschen Vaters. Seine Kompositionen sind ein Lob der Differenzen um der Gemeinsamkeiten willen. Häufig auf Basis musikethnologischer Forschung von Seattle bis Rajasthan überführt er traditionelle Klänge, Videoprojektionen und Live-Musik in seinen Projekten in eine zeitgenössische Vision. Neben Solokonzerten und Kammermusik-Projekten mit Partnern wie dem Julia Hülsmann Trio, Jörg Widmann, dem türkischen Perkussionisten Burhan Öçal und dem iranischen Kamancheh Spieler Kayhan Kalhor spielte Marc Sinan als Solist mit Orchestern wie dem Royal Philharmonic Orchestra, den Dresdner Sinfonikern und dem No Borders Orchestra. Sein Ensemble, die Marc Sinan Company, realisiert eigene Projekte und Konzertreihen. Mit seinen Werken und seinen Musikern war Sinan unter anderem beim Schleswig Holstein Musik Festival, dem Istanbul Festival, den Berliner Festspielen/Maerzmusik, beim Wiener Konzerthaus, bei ARTE, im Hörfunk, im europäischen Ausland, in Asien und Nord- und Südamerika zu hören. 2012 war Marc Sinan Stipendiat des Auswärtigen Amts in der neueröffneten Kulturakademie Tarabya in Istanbul. Seine musikalische Installation Hasretim, ein Auftrag von HELLERAU – Zentrum der Europäischen Künste Dresden und den Dresdner Sinfonikern, wurde 2011 von der UNESCO ausgezeichnet. Wie zuvor Fasil (2009) ist die CD zu Hasretim bei ECM erschienen und wurde für den Deutschen Schallplattenpreis nominiert. Für HELLERAU und das Berliner Gorki-Theater komponierte und inszenierte Marc Sinan in der Spielzeit 2013/14 das dokufiktionale Musiktheaterprojekt Dede Korkut in Koproduktion mit den Dresdner Sinfonikern, das von der Elbe bis an den Bosphorus tourte. Für die Musik zum Hörstück Iranian Voices erhielt er den Berliner Hörspielpreis und wurde für den Deutschen Hörbuchpreis nominiert. In der Spielzeit 2015/16 schuf er das abendfüllende Musiktheater Komitas, das sich im Auftrag des Festivals TonSpuren sowie am Berliner Gorki-Theater mit dem armenischen Komponisten und Musikwissenschaftler Komitas Vardapet befasst. Im November 2015 tourte die Kammermusikversion von Komitas in Armenien und in der Türkei. Ende November 2015 feierte das deutsch-türkisch-armenische Konzertprojekt Aghet im Berliner Radialsystem V seine Weltpremiere.

Stand: 20.03.2017

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