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Gespräch im Literaturhaus Hamburg

Gebundenes Leben: Kein Ende der Geschichte

Eine Veranstaltung der Reihe "Gebundenes Leben"

Als im Herbst 1989 der Eiserne Vorhang fiel, der Europa über vier Jahrzehnte geteilt hatte, waren die Hoffnungen groß. Annäherung statt Konfrontation, soziale Marktwirtschaft statt Fünfjahrespläne, Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie statt Mauern und Diktatur. Dies alles sollten die Bausteine für ein geeintes Europa sein, das selbstbewusst seinen Platz auf der internationalen Bühne finden würde. Doch heute, 30 Jahre später, sieht die Realität anders aus. Wie steht es um Europa und um das »Ende der Geschichte«, das vor drei Jahrzehnten ausgerufen wurde? Welche gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen entstehen für Europa aus Globalisierung und interessengeleiteter Machtpolitik? Was bedeuten Werte wie Gerechtigkeit, Verantwortung und Frieden heute noch und wer sollte sie verteidigen? Diese Fragen beschäftigen die deutsche Schriftstellerin Nora Bossong in ihrem aktuellen Roman »Schutzzone« ebenso wie den tschechischen Autor Jáchym Topol in seinem literarischen Roadmovie »Ein empfindsamer Mensch«. Mit analytischer Präzision und großer sprachlicher Virtuosität halten beide Politik und Gesellschaft den Spiegel vor und regen damit zum Nachdenken darüber an, in welcher Welt wir leben wollen.

Moderation: Gabriele Woidelko, Körber-Stiftung.

Veranstaltung teilweise in tschechischer Sprache mit Simultanübersetzung.

Eintritt € 12,-/8,-(ermäßigt)
Karten für die Veranstaltung im Literaturhaus gibt es an allen ADticket-Vorverkaufsstellen, im Internet unter www.literaturhaus-hamburg.de, über die Hotline 0180 · 6 01 57 29, in der Buchhandlung Samtleben im Literaturhaus und an der Abendkasse.

Eine Veranstaltung zum Fokusthema »Der Wert Europas«.

Nora Bossong (Foto: Suhrkamp Verlag)
Jáchym Topol (Foto: Susanne Schleyer/Suhrkamp Verlag)
Gabriele Woidelko

Informationen

Donnerstag, 07.11.2019 | 19.30 Uhr
Literaturhaus Hamburg
Schwanenwik 38
22087 Hamburg

Infos zum Veranstaltungsort

Gemeinnützige Körber-Stiftung und Literaturhaus Hamburg

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