X

Gespräch

Gescheiterte Innovationen

80 bis 90 Prozent aller Innovationsversuche scheitern. Die Gründe sind vielfältig. Mal sind die Versprechungen zu hoch, mal die Konkurrenz zu mächtig. Oder die Idee ist zu weit weg von bisherigen Nutzungsgewohnheiten. Viele radikale Innovationen sind zudem am Anfang sehr teuer. Prominente Beispiele gibt es zuhauf: Als der Transrapid nach jahrzehntelanger Entwicklung seine Alltagstauglichkeit erreichte, hatte sich die Angebotslücke, auf die er zielte, mit dem schnellen ICE und der Expansion des Flugverkehrs geschlossen. Der schnelle Brüter in Kalkar, einer der teuersten Investitionsruinen Deutschlands, ging aus sicherheitstechnischen und politischen Bedenken nie ans Netz. Heute wird er als Freizeitpark genutzt. Manch zunächst gescheiterte Innovation erlebt erst Jahrzehnte später ihren Durchbruch, wenn sich die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen geändert haben, so zum Beispiel bei der schon in den 40er Jahren entwickelten Mikrowelle oder dem bereits 1970 in den USA eingeführten Bildtelefon. Was wir aus den Technologieflops vergangener Zeiten lernen können und wie wir mit dem Scheitern umgehen sollten, erklärt der Stuttgarter Technikhistoriker Reinhold Bauer.

Moderation: Gero von Randow (Die Zeit)

Eine Veranstaltung zum Fokusthema »Technik braucht Gesellschaft«.

Reinhold Bauer (Foto: privat)
Gero von Randow

Informationen

Donnerstag, 21.03.2019 | 19.00 Uhr
Video-Livestream KörberForum
Kehrwieder 12
20457 Hamburg

Infos zum Veranstaltungsort

Sie erreichen das KörberForum mit der U3, Station Baumwall (Fußweg ca. 3 Minuten).

Kostenpflichtige Parkplätze finden Sie in der Straße Kehrwieder hinter der Schranke.

Informationen zu rollstuhlgerechtem Zugang
unter 040 · 80 81 92 - 0.

Gemeinnützige Körber-Stiftung

to top