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Vortrag und Diskussion

Gesellschaft ohne Wachstum

Die Bevölkerung in Europa altert und schrumpft. Doch Europa kann vom Leidtragenden des demografischen Wandels zum globalen Vorreiter werden – so die These von Reiner Klingholz, Direktor des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung.

Dass die Bevölkerung altert ist eine der wenigen Entwicklungen der Gesellschaft, die sich für die kommenden Jahrzehnte mit Sicherheit voraussagen lassen. Die Gründe dafür liegen auf der Hand, jedenfalls die zwei wichtigsten: Zum einen steigt die Lebenserwartung, zum anderen ist die Zahl der Geburten drastisch zurückgegangen. Diese Alterung betrifft nicht nur Deutschland sondern über kurz oder lang alle Industrieländer. Wie also umgehen mit dem demographischen Wandel? Wie die Finanzierung der Rentensysteme sichern? Wie Wachstum trotz Alterung erreichen?

Was Europa zunächst als schwierige demografische Herausforderung Nachteile verschafft und unter große Anpassungsleistungen stellt, ist jedoch später womöglich ein Wettbewerbsvorteil. Die europäischen Industrieländer sind die ersten Gesellschaften, die diese Herausforderung bestehen werden und können später das Erfolgsmodell für die liefern, die jetzt jung und dynamisch dar stehen, aber mit Zeitverzug die gleiche Entwicklung haben werden. Für eine Gesellschaft, die nicht mehr nur auf Wachstum setzt, müssen jetzt die richtigen Weichen gestellt und Anpassungsreformen durchgeführt werden. Wie diese Weichen und Anpassungsreformen zum Beispiel auf dem Arbeitsmarkt oder bei der Zuwanderung aussehen sollten, erläutert Reiner Klingholz in seinem Vortrag. Es kommentieren Susanne Tatje, Demographiebeauftragte der Stadt Bielefeld, und Rolf Steil, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit in Hamburg. Gunilla Fincke, Geschäftsführerin des Sachverständigenrats Deutscher Stiftungen für Integration und Migration, moderiert.

Dr. Reiner Klingholz<br />(Foto: Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung)
Susanne Tatje (Foto: privat)
Gunilla Fincke (Foto: SVR)

Informationen

Donnerstag, 20.01.2011 | 19.00 Uhr
KörberForum
Kehrwieder 12
20457 Hamburg

Infos zum Veranstaltungsort

Sie erreichen das KörberForum mit der U3, Station Baumwall (Fußweg ca. 3 Minuten).

Kostenpflichtige Parkplätze finden Sie in der Straße Kehrwieder hinter der Schranke.

Informationen zu rollstuhlgerechtem Zugang
unter 040 · 80 81 92 - 0.

Gemeinnützige Körber-Stiftung

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