Gespräch

Kein Sonderzug nach Moskau

Trotz kriegerischer Auseinandersetzungen in Georgien bauen deutsche Politiker auf eine besondere Beziehung Berlin – Moskau und setzten auf »Annäherung durch Verflechtung« mit Russland.  Eckart von Klaeden  widerspricht einer solchen Haltung.

Partnerschaft ja, aber nicht im Alleingang: Ein deutscher »Sonderzug nach Moskau« würde seiner Meinung nach bei den Verbündeten Schreckgespenster heraufbeschwören. Wer mit einer Äquidistanz zu Amerika und Russland liebäugele und die Ängste osteuropäischer EU-Mitglieder ignoriere, der schwäche Bundesrepublik und EU. Jedem einzelnen europäischen Land fehle es an Gewicht, »um auf Augenhöhe mit Russland zu verhandeln. Nur gemeinsam können sie auf die russische Außenpolitik einwirken.«

Der Autor schlägt einen europäischen Ausschuss für die Russlandpolitik vor. Darin wären Deutsche und Franzosen, aber auch Polen und Briten vertreten, Staaten mit unterschiedlichen Haltungen gegenüber Russland müssten sich dann zusammenraufen. Deutschland könne und solle Initiator einer europäischen Russlandpolitik werden.

Das Gespräch führt Roger de Weck, Herausgeber des Essay-Reihe »Standpunkte«.

Eckart von Klaeden<BR>Foto: Laurence Chaperon

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Dienstag, 09.12.2008 | 20.00 Uhr
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