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Diskussion

»Killerspiele« als komplexes Vergnügen - Wie gehen wir mit dem Spaß an virtueller Gewalt um?

»Killerspiele« sind ein von vielen Klischees behafteter Gegenstand. Wenn wir eine differenzierte gesellschaftliche Debatte über virtuelle Gewalt führen möchten, müssen wir diese Vorurteile hinterfragen, sagt der Medienanthropologe und Studienpreisträger Christoph Bareither. Denn die emotionalen Erfahrungen, die Gamer mit Spielen wie Counterstrike oder Battlefield machen, sind vielschichtig: mal hat der Spaß an virtueller Gewalt mit Dominanz und Macht zu tun, mal mit »Sport«, mal mit Gemeinschaft, mal mit Humor oder auch mit empfundener Schönheit und Eleganz – doch zugleich kann virtuelle Gewalt auch ambivalent sein, verstören oder zu Schuldgefühlen führen. Das vereinfachende Klischee »Killerspiel« wird dem komplexen Vergnügen, das Millionen Spieler empfinden, nicht gerecht. Wie wollen wir also umgehen mit dem Spaß an virtueller Gewalt? Und wo muss es trotzdem Grenzen geben?

Diskutieren Sie mit:

Jun.- Prof. Dr. Christoph Bareither
Institut für Europäische Ethnologie, Humboldt-Universität zu Berlin
Preisträger des Deutschen Studienpreises 2016

Elisabeth Secker
Geschäftsführerin der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK)

Fabian »Battle Bros« Siegismund
YouTuber

Margit Stumpp, MdB
Sprecherin für Medien- und Bildungspolitik, Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

Moderation: Jan-Martin Wiarda, Wissenschaftsjournalist und Moderator

Eintritt frei, Anmeldung nicht erforderlich

Diese Veranstaltung gehört zu der Reihe »Deutscher Studienpreis vor Ort« von Körber-Stiftung und Wissenschaft im Dialog: Studienpreisträgerinnen und -preisträger präsentieren an ihren Heimatuniversitäten der Stadtöffentlichkeit ihre Forschungsergebnisse und debattieren sie mit Expertinnen und Experten aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sowie dem Publikum. Mit dem Deutschen Studienpreis zeichnet die Körber-Stiftung Promovierte für fachlich exzellente Dissertationen aus, die zugleich von besonderer gesellschaftlicher Bedeutung sind.

Christoph Bareither (Foto: David Ausserhofer)

Informationen

Dienstag, 12.11.2019 | 19.00 Uhr
Humboldt-Universität Berlin
Unter den Linden 6
10099 Berlin
Wissenschaft im Dialog gGmbH in Kooperation mit der Körber-Stiftung

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