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Gespräch

Koloniale Amnesie?

Als späte Kolonialmacht und überschattet von der Auseinandersetzung mit zwei Weltkriegen debattiert Deutschland weniger und später als andere Länder in Europa sein koloniales Erbe. Es gibt daher einiges nachzuholen – das ist zumindest die These von Mark Terkessidis.

Der Migrations- und Rassismusforscher hat in seiner jüngsten Publikation »Wessen Erinnerung zählt. Koloniale Vergangenheit und Rassismus heute« die langen Schatten deutschen Expanionsstrebens untersucht. Anhand vieler Beispiele und mit Blick auf aktuelle Debatten erläutert er, an wie vielen Stellen in Deutschland die Folgen von Kolonialismus und Imperialismus bis heute eine Rolle spielen – mal expliziter, mal unterschwelliger.

Ihn beschäftigt, wie wir im Kleinen wie im Großen mit vergangenem Unrecht und mit konkurrierenden Erinnerungen verantwortlich umgehen können. In seinem Plädoyer für eine kritischere Auseinandersetzung zeigt er insbesondere, was es für alle dabei zu gewinnen gibt.

Es moderiert die Journalistin Christine Gerberding, Redaktionsleiterin des »Kulturjournals« im NDR Fernsehen.

Mark Terkessidis (Foto: Andreas Langen)
Christine Gerberding (Foto: privat)

Informationen

Mittwoch, 20.11.2019 | 19.00 Uhr
Video KörberForum
Kehrwieder 12
20457 Hamburg

Infos zum Veranstaltungsort

Sie erreichen das KörberForum mit der U3, Station Baumwall (Fußweg ca. 3 Minuten).

Kostenpflichtige Parkplätze finden Sie in der Straße Kehrwieder hinter der Schranke.

Informationen zu rollstuhlgerechtem Zugang
unter 040 · 80 81 92 - 0.

Gemeinnützige Körber-Stiftung

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