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Gespräch

Leben 2034: Die Zukunft der Mobilität

Eine Veranstaltung der Reihe "Leben 2034 (2009-2010)"

Die Reihe »Leben 2034« unternimmt eine Expedition in die Zukunft: Wie sieht unsere Welt in 25 Jahren aus? Die Veranstaltungsreihe soll die Gültigkeit unseres heutigen Erfahrungsschatzes und Wissenstandes für die Gestaltung der Welt von morgen abklopfen. Wie werden wir unsere Gesellschaft im Zeichen von Klimawandel, Rohstoffknappheit, technologischem Fortschritt und der absehbaren demographischen Umwälzungen umorganisieren? Wo stehen uns besonders radikale Veränderungen bevor? Welche Umbrüche haben wir noch gar nicht im Blick?

Vielleicht das Merkmal der Moderne schlechthin ist das Mobilsein. Nie zuvor war es für so viele Menschen so leicht, so schnell, so bequem und so billig, größte Distanzen zu überwinden: Autobahnen, Billigflieger, Hochgeschwindigkeitszüge verteilen tagtäglich Millionen Menschen über die Erde; gigantische Ausfallstraßen, U- und S-Bahnnetze schaufeln morgens Arbeitnehmer in unsere Citys und abends wieder in die Vorstädte.

Die mobile Gesellschaft ist Segen und Fluch zugleich - sie verbindet Menschen, sie fördert Handel und Wandel, sie ermöglicht Flexibilität. Doch neben der Lust am Unterwegssein steht der Zwang zur Mobilität - das Auto beschert Freude am Fahren genauso wie Frust im Pendlerstau. Und der Preis für die Freiheit, jederzeit von A nach B zu kommen, ist enorm: CO2-Emissionen, Feinstaub und Lärm belasten Umwelt und Gesundheit, in zuasphaltierten Städten drängen Abermillionen von Autos den Menschen an den Rand und verbrauchen die natürlichen Ressourcen der Erde in einem Umfang, der nicht durchzuhalten sein wird.

Geht die Ära der immer weiter zunehmenden Mobilität also zu Ende? Folgt auf das Zeitalter der Beschleunigung nun das 21. Jahrhundert im Zeichen der Entschleunigung? Ist nachhaltige Mobilität möglich, oder werden wir unseren Enkeln von Fernreisen erzählen, die sie nie werden machen können? Gibt es überhaupt ein Recht auf individuelle Mobilität, oder werden wir uns Individualverkehr nicht mehr leisten? Und wie organisieren wir den Berufs- und Güterverkehr, wenn der Ölpreis Autofahren wirtschaftlich unmöglich macht? Gehört die Zukunft wirklich der 200 Jahre alten Schiene? Wie steht es um die Sicherheit auf unseren Straßen, wenn die Zahl der älteren und sehr alten Verkehrsteilnehmer aufgrund der demographischen Entwicklung explodiert?

Wie also werden wir uns in 25 Jahren fortbewegen? Welche Szenarien gibt es, wie wahrscheinlich sind sie und wollen wir, dass es so kommt? Darüber spricht Moderator Hans Michael Kloth, der bei Spiegel online das Zeitgeschichte-Portal »einestages« leitet, mit Dr. Wolfgang Hell, Direktor des Instituts für Mobilitätsforschung der BMW Group, Dr. Werner Reh, Verkehrsexperte beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (B.U.N.D.) und Professor Dr. Klaus Broichhausen, bis Dezember 2008 Direktor des Thinktanks »Bauhaus Luftfahrt« in München.

Dr. Walter Hell, Institut für Mobilitätsforschung<BR>(Foto: MAN Nutzfahrzeuge Gruppe)

Informationen

Mittwoch, 27.05.2009 | 20.00 Uhr
KörberForum
Kehrwieder 12
20457 Hamburg

Infos zum Veranstaltungsort

Sie erreichen das KörberForum mit der U3, Station Baumwall (Fußweg ca. 3 Minuten).

Kostenpflichtige Parkplätze finden Sie in der Straße Kehrwieder hinter der Schranke.

Informationen zu rollstuhlgerechtem Zugang
unter 040 · 80 81 92 - 0.

Gemeinnützige Körber-Stiftung

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