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Gespräch

Leben 2034: Die Zukunft der Stadt

Eine Veranstaltung der Reihe "Leben 2034 (2009-2010)"

Die neue Reihe »Leben 2034« unternimmt eine Expedition in die Zukunft. Wie sieht unsere Welt in 25 Jahren aus? Ein Drittel der Bevölkerung wird dann über 60 sein. Was heißt das zum Beispiel für unsere Städte? Wie werden sich demographischer Wandel, aber auch Deindustrialisierung, Rohstoffknappheit und technologischer Wandel auswirken?

Städte sind die unverzichtbaren Motoren moderner Gesellschaften. Als kollektive Großlabore für Kreativität und Experimentierfelder für soziale wie technologische Neuerungen treiben sie gesellschaftliche Entwicklungen entscheidend mit voran. Aber Städte setzen nicht nur Triebkräfte frei, sie sind auch Getriebene anderer Entwicklungen auf unserem Globus und in unseren Gesellschaften. Der demographische Wandel etwa wird die Bevölkerungsstruktur der europäischen Städte in den kommenden Jahrzehnten dramatisch verändern. Unsere Metropolen werden bunter und internationaler werden – aber sich den Herausforderungen der Integration verschärft stellen müssen. Unsere Stadtbevölkerungen werden ein deutlich höheres Durchschnittsalter haben als heute – und neue Ansätze in der Stadtentwicklung vom Wohnungsbau über den Nahverkehr bis zum Erhalt der innovativen Kraft von Städten zwingend machen.

Was geschieht, wenn Bevölkerungsrückgang und Deindustrialisierung sich gegenseitig verstärken, ließ sich bereits in den letzten Jahrzehnten in Ostdeutschland verfolgen, wo vielfach innerstädtische Wüsteneien entstanden. Für viele Städte wird es künftig darum gehen, dieser drohenden Spirale mit intelligenten Strategien entgegenzuwirken. In der Epoche zur Neige gehender natürlicher Ressourcen drohen die energiefressenden Großstädte ohnehin zu ökologischen Anachronismen zu werden, abhängig von immer teurer werdender Energie und leicht verwundbar. Nicht zuletzt verändert der technologische Wandel das Leben in und das Aussehen von Städten, indem es die sozialen Beziehungen zwischen den Menschen verändert. Treffpunkte bekommen eine andere Bedeutung, Einkaufen und Ausgehen wird anders funktionieren, die Verwaltung einer Großstadt und die Mitwirkung der Bürger an kommunalen Belangen werden nicht mehr sein wie heute.

Wie also werden Deutschlands Städte in 25 Jahren aussehen? Warum? Und wollen wir, dass sie so aussehen? Darüber spricht Moderator Hans-Michael Kloth mit Wolfgang Tiefensee, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Prof. Ilse Helbrecht, Geografie-Professorin und Konrektorin der Universität Bremen und Prof. Albert Speer, einer der führenden deutschen Städteplaner und Architekten.

»Leben 2034« wagt einen Zeitsprung und richtet den Blick nach vorn. Wie werden wir in rund einem Vierteljahrhundert leben, arbeiten, lieben? Die Veranstaltungsreihe soll die Gültigkeit unseres heutigen Erfahrungsschatzes und Wissenstandes für die Gestaltung der Welt von morgen abklopfen. Wo stehen uns besonders radikale Veränderungen bevor? Welche Umbrüche haben wir noch gar nicht im Blick? »Leben 2034« wird moderiert von Hans Michael Kloth, der bei Spiegel online das Zeitgeschichte-Portal »einestages« leitet.

Wolfgang Tiefensee<BR>(Foto: Ute Grabowsky / photothek.net)
Ilse Helbrecht<BR>(Foto: privat)
Prof. Albert Speer<BR>(Foto: Holger Peters)
Hans Michael Kloth, Spiegel online, moderiert die Reihe »Leben 2034«<BR>(Foto: Jann Wilken)

Informationen

Dienstag, 27.01.2009 | 19.30 Uhr
KörberForum
Kehrwieder 12
20457 Hamburg

Infos zum Veranstaltungsort

Sie erreichen das KörberForum mit der U3, Station Baumwall (Fußweg ca. 3 Minuten).

Kostenpflichtige Parkplätze finden Sie in der Straße Kehrwieder hinter der Schranke.

Informationen zu rollstuhlgerechtem Zugang
unter 040 · 80 81 92 - 0.

Gemeinnützige Körber-Stiftung

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