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Künstlergespräch

»Selbst den Staub vermisse ich«

Aref Hamza ist angekommen. Seit drei Jahren lebt der kurdisch-syrische Dichter, der zu den bedeutendsten Stimmen im arabischen Sprachraum gehört, mit seiner Familie in Norddeutschland im Exil. Die Kinder gehen zur Schule, er publiziert auf Deutsch, er wird häufig zu Lesungen eingeladen, die Zeitungen schreiben über ihn, er arbeitet in einem Buchladen. In Syrien hat er als Menschenrechtsanwalt die unvorstellbare Gewalt erlebt, die Menschen angetan wurde. In seinen Gedichten gibt er tiefe existenzielle Einblicke in das Schicksal derjenigen, die wie er selbst in eine neue, unbekannte Welt flüchten mussten. Und doch sehnt sich Hamza in diese Welt zurück, die seinen Kindern mit jedem Tag fremder wird, an dem sie in Deutschland heimischer werden. In einem Interview sagte er einmal über seine Heimat: »Selbst den Staub vermisse ich.« Claudia Kramatschek führt uns, gemeinsam mit Aref Hamza, in die Welt der arabischen Lyrik.

Veranstaltung in arabischer und deutscher Sprache mit Simultanübersetzung

Moderation: Claudia Kramatschek, Literaturkritikerin
Lesung: Katharina Schütz

Eine Veranstaltung zum Fokusthema »Neues Leben im Exil«.

Aref Hamza (Foto: Mathias Bothor)
Claudia Kramatschek (Foto: Christoph Paulsen/studioline)
Katharina Schütz (Foto: J. Jung)

Informationen

Mittwoch, 27.03.2019 | 19.00 Uhr
KörberForum
Kehrwieder 12
20457 Hamburg

Infos zum Veranstaltungsort

Sie erreichen das KörberForum mit der U3, Station Baumwall (Fußweg ca. 3 Minuten).

Kostenpflichtige Parkplätze finden Sie in der Straße Kehrwieder hinter der Schranke.

Informationen zu rollstuhlgerechtem Zugang
unter 040 · 80 81 92 - 0.

Gemeinnützige Körber-Stiftung

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