Vortrag und Gespräch

USA at the crossroads

Die Bush-Jahre sind an der amerikanischen Gesellschaft nicht spurlos vorbeigegangen. Gesetze haben nach außen wie nach innen neue Parameter gesetzt: Bürgerliche Freiheiten – ein historisches Markenzeichen der USA – wurden beschränkt und fundamentalistische christliche Kräfte haben mit Themen wie Abtreibung und Evolution stärkeren politischen Einfluss genommen. Gleichzeitig hat sich eine Opposition formiert, die politisch wie intellektuell dagegen steuert.

Am Ende der Ära Bush zeigt sich das Land gespalten. Zugleich deutet sich ganz aktuell im Wahlkampf um das Präsidentenamt aber auch ein Aufbruch an und der Wunsch nach Veränderung. Das Verharren im alles dominierenden Thema Irak-Krieg und die daraus resultierende Lähmung der Gesellschaft weicht einer Kultur des bürgerschaftlichen Aktivismus. Sind dies Vorboten für einen grundlegenden gesellschaftspolitischen Wandel, der die traditionellen Pfeiler des amerikanischen Selbstverständnis – Freiheit, Engagement und Gemeinschaft – in das Zentrum des Denken und Handelns stellt? Oder erleben wir schlichtweg einen besonders emotionalen Wahlkampf, der die Gemüter erhitzt?

Professor  Daniel Hamilton  ist Transatlantiker qua Person und Amt und seit vielen Jahren Kenner der USA und Deutschlands. Als Direktor des »Center for Transatlantic Relations« der Johns Hopkins University in Washington DC verfolgt er das politische Amerika genauso wie das Bürgerland USA und weiß um die Fragen, die uns Deutsche antreiben. Hamilton ist ein Verfechter der Transatlantischen Lerngemeinschaft und verfolgt intensiv, wie Deutschland und die USA gerade in gesellschaftlichen Themen voneinander lernen. Aufgrund dieses Engagements ist Hamilton auch seit vielen Jahren Mitglied im Kuratorium des Transatlantischen Ideenwettbewerbs USable der Körber-Stiftung. Und als Analyst, der stets beide Seiten des Atlantik im Blick hat, kann Daniel Hamilton gerade einem deutschen Publikum die aktuellsten Entwicklungen in der amerikanischen Gesellschaft »übersetzen«.  Hans-Michael Kloth  , Redakteur bei Spiegel online, hat selbst in den USA gelebt und in beruflichen Zusammenhängen wie Freundschaften die Amerikaner erlebt. Als Journalist ist er neugierig und hartnäckig. Im Gespräch wollen Kloth und Hamilton der amerikanischen Gesellschaft auf den Zahn fühlen – und auch diskutieren, was die amerikanischen Entwicklungen für Deutschland bedeuten.

Professor Daniel Hamilton<BR>Foto: privat
Hans-Michael Kloth<BR>Foto: Spiegel-Verlag

Informationen

Mittwoch, 09.04.2008 | 22.00 Uhr
KörberForum
Kehrwieder 12
20457 Hamburg

Infos zum Veranstaltungsort

Sie erreichen das KörberForum mit der U3, Station Baumwall (Fußweg ca. 3 Minuten).

Kostenpflichtige Parkplätze finden Sie in der Straße Kehrwieder hinter der Schranke.

Informationen zu rollstuhlgerechtem Zugang
unter 040 · 80 81 92 - 0.

Hygieneregeln zum Download (PDF)

Gemeinnützige Körber-Stiftung