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Gespräch

Verehrt, verfolgt, vergessen: Sabine Kalter

Die Mezzosopranistin Sabine Kalter (1889-1957) musste im Januar 1935 nach fast 20 Jahren Ensemblezugehörigkeit die Hamburgische Staatsoper verlassen. Wegen ihrer jüdischen Herkunft wurde sie von den Nationalsozialisten ins Exil gejagt. Bis dahin war die aus Galizien stammende Künstlerin der gefeierte Star des Hamburger Opernlebens. Nicht nur, dass das Publikum sie liebte und verehrte, sondern auch die Kritik bedachte sie mit begeistertem Lob für ihre Stimme und ihre Gesangstechnik. Vor allem mit Verdi-Partien und als Wagner-Interpretin feierte Sabine Kalter Triumphe, doch auch Werke zeitgenössischer Komponisten wie Erich Wolfgang Korngold, Igor Strawinsky und Paul Hindemith gehörten zu ihrem breit gefächerten Repertoire. Im englischen Exil konnte sie zunächst an ihren Erfolgen als international angesehene Opernsängerin anknüpfen, betätigte sie sich dann überwiegend als Gesangs-Pädagogin und Konzertsängerin. Nach dem Krieg kehrte sie einige Male nach Hamburg zurück, ohne jedoch das Operngebäude wieder zu betreten.

Der Abend, moderiert durch Susanne Wittek von der Initiative Literatur, zeichnet den Lebensweg von Sabine Kalter nach: mit Zeitungskritiken, gelesen von Stephan Benson, historischen Tonaufnahmen sowie im Gespräch mit Operndramaturgin Kerstin Schüssler-Bach und Ausstellungskurator Hannes Heer.

Sabine Kalter<br />(Foto: Archiv der Staatsoper Hamburg)
Kerstin Schüssler-Bach, Operndramaturgin<br />(Foto: Jörn Kipping)
Hannes Heer, Ausstellungskurator<br />(Foto: Horst Rudel)
Stephan Benson, Schauspieler<br />(Foto: Urban Ruths)
Susanne Wittek, Initiative Literatur<br />(Foto: Eberhard Grames)

Informationen

Mittwoch, 28.09.2016 | 20.00 Uhr
KörberForum
Kehrwieder 12
20457 Hamburg

Infos zum Veranstaltungsort

Sie erreichen das KörberForum mit der U3, Station Baumwall (Fußweg ca. 3 Minuten).

Kostenpflichtige Parkplätze finden Sie in der Straße Kehrwieder hinter der Schranke.

Informationen zu rollstuhlgerechtem Zugang
unter 040 · 80 81 92 - 0.

Hygieneregeln zum Download (PDF)

Gemeinnützige Körber-Stiftung

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