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Buchvorstellung

»Weggesperrt. Warum Gefängnisse niemandem nützen«

Regelrecht eingesperrt seien sie, klagten viele Menschen während der Corona-Krise: die eigene Wohnung – fast ein Gefängnis. Wie wenig diese temporären Ausgangsbeschränkungen mit der entwürdigenden und nicht zielführenden Realität des Gefängnisses zu tun haben, zeigt der Jurist und ehemalige Gefängnisdirektor Thomas Galli. »Gefängnisse kosten viel Geld, sie vergrößern die Rückfallwahrscheinlichkeit der Straftäter und sind einer aufgeklärten und humanen Gesellschaft nicht mehr würdig«, fasst Galli zusammen. »Eine Überwindung der Gefängnisse, wie wir sie derzeit kennen, wäre nur zu unser aller Vorteil.« Wer sich auf seine Argumentation einlässt, wird Straftäter und Strafvollzug mit anderen Augen sehen.

Im Rahmen der Veranstaltungswoche »Menschen und Rechte 2020« zu den Themen Justiz, Recht und Gefängnis stellt Thomas Galli sein neuestes Buch »Weggesperrt« vor - im Gespräch mit Monika Mokre, Mitglied der Solidaritätsgruppe für die Gründung einer Gefangenengewerkschaft in Österreich, und Rudolf Karl, Justizwachekommandant der Justizanstalt Wien-Mittersteig. Es moderiert die Journalistin Anja Melzer.

Anmeldung erforderlich unter www.menschenundrechte.at

Das Buch erhalten Sie in Ihrer Buchhandlung oder unter www.edition-koerber.de.

Ein Beitrag zum Handlungsfeld »Lebendige Bürgergesellschaft«

Informationen

Dienstag, 10.11.2020 | 18.00 Uhr
Diese Veranstaltung wurde leider abgesagt.
Florido-Tower
Floridsdorfer Hauptstraße 1
1210 Wien

Selbst- und Interessenvertretung zum Maßnahmenvollzug, Wien

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