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Vortrag

Wie Post-Konflikt-Staaten Frieden sichern können

In etwa der Hälfte aller Länder, die einen bewaffneten internen Konflikt erlebt haben, bricht später erneut Gewalt aus. Die Politikwissenschaftlerin Charlotte Fiedler untersucht, welche politischen Maßnahmen dies am effektivsten verhindern. Basierend auf umfassenden Konfliktdaten weist sie nach, dass nach gewalttätigen Konflikten verfassungsgebende Prozesse und lokale Wahlen zum Erhalt von Frieden beitragen. Die Ergebnisse ihrer Untersuchung unterstreichen die Rolle von politischer Partizipation in Post-Konflikt-Gesellschaften – so zeigt Fiedler zum Beispiel, dass eine ausreichende Länge von verfassungsgebenden Prozessen wichtig ist, um ehemalige Gegner zu intensiver Zusammenarbeit und Kompromiss zu bewegen. Lokale Wahlen wiederum bieten viel größeren Teilen der Bevölkerung, aber auch der Elite, sehr direkte Möglichkeiten politischer Teilhabe, was neuen Spaltungen entgegenwirkt.

Auf Einladung des Gastgebers Dr. Ernst Dieter Rossmann präsentieren in »Eine Stunde junge Wissenschaft« regelmäßig Preisträgerinnen und Preisträger sowie Nominierte des Deutschen Studienpreises ihre Forschungsarbeiten. In 60 Minuten bieten sie spannende Einblicke in ihr Forschungsthema, liefern fundierte Erkenntnisse und stellen konkrete politische Handlungsempfehlungen zur Diskussion. Mit dem Deutschen Studienpreis zeichnet die Körber-Stiftung unter der Schirmherrschaft des Bundestagspräsidenten Dr. Wolfgang Schäuble jährlich exzellente Dissertationen von besonderer gesellschaftlicher Bedeutung aus. »Eine Stunde junge Wissenschaft« richtet sich an Parlamentarier des Deutschen Bundestages und des Berliner Abgeordnetenhauses sowie an geladene zivilgesellschaftliche Akteurinnen und Akteure.

Die Veranstaltung findet online statt.

Charlotte Fiedler (Foto: André Wagenzik)

Informationen

Mittwoch, 27.05.2020 | 16.00 Uhr
online
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Gemeinnützige Körber-Stiftung

Dies ist keine öffentliche Veranstaltung.

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