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Verkannte Opfer – vom Umgang mit Zwangsarbeit in Russland und Deutschland

In der Heimat schwiegen sie, in der deutschen Gesellschaft wurden sie bagatellisiert: Es dauerte bis in die Mitte der 1990er Jahre, ehe das Schicksal der Zwangsarbeiter im Zweiten Weltkrieg in der Öffentlichkeit diskutiert wurde.

Erst durch die deutschen Entschädigungsleistungen setzte auch in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion ein Umdenken ein: Aus »Kollaborateuren« wurden Opfer. Im Interview erklärt Elena Rozhdestvenskaya, warum es so lange gedauert hat, bis die ehemaligen Zwangsarbeiter auch in Russland als Opfer anerkannt wurden. Sie spricht über das Schweigen vor der eigenen Familie, das öffentliche Geschichtsbild und die Folgen für die Erben-Generation.

Im Hinblick auf die deutsche Wiedergutmachung wurden Zwangsarbeiter lange nicht als Opfer, sondern »Begleiterscheinung« des Krieges angesehen. Ob Wiedergutmachung jemals abgeschlossen sein kann und ob sie dem Leid der Zwangsarbeiter gerecht geworden ist, diese Fragen beantwortet Constantin Goschler im Interview.

Video zur Veranstaltung »Zwangsarbeiter: Verkannte Opfer«


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