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»Youth for Peace«: Auftakt zum EUSTORY Summit

Mit einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung werden am 14. November der diesjährige EUSTORY Next Generation Summit der Körber-Stiftung und die europäische Jugendbegegnung »Youth for Peace – 100 Jahre Erster Weltkrieg, 100 Ideen für den Frieden« des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW) und seiner Partner eröffnet.

Über 500 Jugendliche und zahlreiche geladene Gäste beschäftigen sich dabei mit der Frage, ob 100 Jahre nach Ende des Ersten Weltkriegs eine gemeinsame europäische Erinnerungskultur möglich beziehungsweise wünschenswert ist und wie der Frieden in Europa bewahrt werden kann. Die Veranstaltung in Berlin steht unter der Schirmherrschaft des Auswärtigen Amts und der französischen Mission du Centenaire.

In Vertretung von Außenminister Heiko Maas wird Staatssekretär Andreas Michaelis den Abend eröffnen. Auch die französische Botschafterin in Deutschland, Anne-Marie Descôtes, sowie Spitzenvertreter des Gastgeberkonsortiums von DFJW, Körber-Stiftung, Mission du Centenaire und des Volksbunds Deutscher Kriegsgräberfürsorge werden die Teilnehmenden begrüßen.

Wie junge Leute aus Europa, Nordafrika und dem Nahen Osten das Thema Erster Weltkrieg und Krieg und Frieden im 20. Jahrhundert persönlich betrifft, wird in einer Videoinstallation zu Beginn der Veranstaltung beispielhaft vorgestellt. Das Ausmaß, in dem die eigene Familiengeschichte in die Lebensrealität des 21. Jahrhunderts hineinwirkt, skizziert die britische Autorin und Journalistin Afua Hirsch in ihrem Impulsvortrag. Mit einem Vater jüdisch-deutscher Herkunft und einer in Ghana aufgewachsenen Mutter hat sie sich intensiv mit den Themen Geschichte, Identität und Zugehörigkeit befasst. Sie wird anschließend ein Podiumsgespräch zur europäischen Erinnerungskultur eröffnen.

Welchen Beitrag können die vielfältigen Erfahrungen und Bezüge zur Geschichte der Jahre rund um 1918 zu einem grenzübergreifenden Verständnis leisten? Welche Formen gemeinsamen Erinnerns sind möglich? Darüber diskutiert Afua Hirsch mit dem ehemaligen französischen Premierminister Jean-Marc Ayrault, dem Historiker Sönke Neitzel von der Universität Potsdam, der bosnischen Theaterregisseurin Jasmila Žbanić sowie mit zwei jungen Europäern: der Preisträgerin des EUSTORY-Wettbewerbs aus Lettland, Anete Kalnina, und dem jungen deutschen Friedensbotschafter des Institut Français d’Allemagne, Julius Niewisch.

Der Auftaktabend in den Bolle Festsälen leitet den von der Körber-Stiftung organisierten EUSTORY Next Generation Summit »Making Peace with History« ein, bei dem 120 Preisträgerinnen und Preisträger von Geschichtswettbewerben zusammenkommen, die Mitglied im EUSTORY-Netzwerksind. In vielfältigen Workshops und mit unterschiedlichen Arbeitsformate n stellen sich die Teilnehmenden sechs Tage lang Aspekten von Krieg und Frieden in Europa. Die Jugendbegegnung soll die jungen Europäerinnen und Europäer anregen, durch eine Beschäftigung mit der Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts ein Verständnis für die Vielstimmigkeit in der Vergangenheit Europas zu entwickeln und gemeinsam Gestaltungsmöglichkeiten für die Gegenwart zu entwerfen. Ihre Ergebnisse stellen die Teilnehmer des EUSTORY Summit in einer Abschlussveranstaltung am 18. November in der Alten Börse Marzahn vor.

Mehr Informationen zum EUSTORY Summit 2018 
 


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