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YouTube sticht Schule

Eine Analyse des mmb Instituts im Auftrag der Körber-Stiftung zeigt: Die Wissensaneignung im Netz wird immer populärer und bringt viele neue Herausforderungen für das Bildungssystem mit. Verliert die gegenwärtige Schule, als exklusiver Ort für Lernen und Wissensvermittlung, ihre Monopolstellung an YouTube und Co.?

YouTube ist für Jugendliche ein unverzichtbarer Bestandteil ihres Alltags. Bei den 12- bis 19-Jährigen Jahren belegt die Videoplattform regelmäßig den ersten Platz als populärstes Online-Angebot. 87% der Mädchen und 93% der Jungen halten sich mehrmals in der Woche bei YouTube auf. Sich Informationen zu beschaffen und zu lernen, ist dabei für viele ein wichtiges Motiv: Zum Nutzungszweck befragt nennen 38% der Jugendlichen »Wissen aneignen«, das damit nach »Unterhaltung« und »Zeitvertreib« an dritter Stelle steht.

»Das innerhalb von wenigen Tagen millionenfach geklickte Video des YouTubers Rezo hat allen klargemacht, welchen Stellenwert die Plattform für die junge Generation hat. Dass auch Wissensvermittlung zunehmend dort stattfindet, stellt eine ernsthafte Herausforderung für unser Bildungssystem dar, auf die sich Schule einstellen muss«, sagt Julia André, Leiterin des Bereichs Bildung der Körber-Stiftung. »Während Unterricht weitgehend hinter geschlossenen Klassentüren stattfindet, schaffen und pflegen die Anbieter der Lernvideos eine transparente Feedback-Kultur im Netz. Die Schülerinnen und Schüler können die Lernvideos mit Likes und Kommentaren bewerten und stehen in regem Austausch mit den EduTubern. Davon kann Schule lernen.«

Diese und weitere Befunde versammelt eine Analyse des mmb Instituts im Auftrag der Körber-Stiftung, die aktuelle Studien zur YouTube-Nutzung ausgewertet und speziell die Angebote und didaktischen Mittel sogenannter EduTuber untersucht hat.

Lernen ohne Schule PDF


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