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Die Idee

Die Welt zu verbessern, ist in jedem Alter möglich. Mit dem Zugabe-Preis zeichnet die Körber-Stiftung jährlich Gründerinnen und Gründer 60plus aus. Mit der Auszeichnung, die mit jeweils 60.000 € dotiert ist, werden drei Persönlichkeiten gewürdigt, die mit unternehmerischen Mitteln Lösungen für die gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit gefunden und dafür ein Unternehmen oder ein Sozialunternehmen aufgebaut haben.
Im Mittelpunkt stehen Menschen, die mit ihren Initiativen zeigen, dass Erfahrung und Innovation, Ruhestand und Aufbruch, Alter und Social Impact sich produktiv ergänzen – und die damit alle Generationen bestärken, die Phase nach der Lebensmitte neu zu nutzen: für eine Zugabe.

Innovation und Gründergeist sind kein Privileg der jüngeren Generation. Ältere bringen nicht nur die Erfahrungen von Aufbruch und gesellschaftlicher Gestaltung mit, sie haben oftmals auch eine große Zeitressource nach ihrem Berufsleben. Daraus lässt sich viel machen: eine Zugabe – für den Einzelnen und für uns alle.

Die Körber-Stiftung will Mut machen, die Phase nach der Lebensmitte zu nutzen, um kreative Lösungen für die Probleme und Herausforderungen unserer Zeit zu finden. Sie macht aufmerksam auf die Menschen, die bereits mit guten Ideen für eine bessere Gesellschaft aktiv werden und bestärkt diejenigen, die den Wechsel in die nachberufliche Phase nutzen wollen, um selbst Verantwortung für gesellschaftlichen Wandel zu übernehmen.

Aktuelles


Meldung

Zum zweiten Mal werden 2020 mit dem Zugabe-Preis drei Persönlichkeiten 60 plus gesucht, die ein Unternehmen oder Sozialunternehmen aufgebaut haben, um gesellschaftlichen Herausforderungen zu begegnen. Für Jury-Mitglied Ralf Sange, selbst Sozialunternehmer, ist der Preis »ein großartiges Instrument zur Ermutigung«.

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Meldung

Sie sind zwischen 50 und 70 Jahre alt, lebens- wie berufserfahren – und auf dem Sprung, neue Ideen zu verwirklichen, vielleicht sogar ein eigenes Startup zu gründen. Die 16 Teilnehmenden des Gründer-Workshops 50plus sind mit vielen Ideen und Fragen ins Haus im Park der Körber-Stiftung gekommen.

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Preisträger/innen 2019

Ute Büchmann

Büchmann Seminare KG
Preetz

2006, im Alter von 52 Jahren, entdeckt Ute Büchmann eine Lücke: Nach ihrer Recherche gibt es noch keine Angebote zur mentalen Seniorenbegleitung. Sie gründet eine Senioren-Assistenz, die 2007 zum Unternehmen Büchmann Seminare KG wird und lebenserfahrene Menschen als Senioren-Assistentinnen und -Assistenten qualifiziert. Senioren-Assistenten begleiten als selbständig tätige Dienstleister ältere Menschen mit oder ohne Pflegegrad in der häuslichen Umgebung und sorgen für deren soziale Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Zunächst regional auf Preetz in Schleswig-Holstein ausgerichtet, wird das Konzept als Plöner Modell bekannt. Weitere Seminar-Standorte in Hamburg, Berlin, Leverkusen, Nürnberg und Kempen in Nordrhein-Westfalen kommen dazu. Neben der Unterstützung für Senioren bietet das Modell auch Menschen nach der Familienphase einen Neueinstieg in das Berufsleben.

Dr. Michael Hoppe

Stiftung steps for children
Hamburg

Dr. Michael Hoppe steigt im Alter von 53 Jahren aus seiner ersten Karriere aus, die er bereits mit 22 Jahren als Gründer eines Marktforschungsinstituts begonnen hat. Er verkauft sein Unternehmen und macht sich auf die Suche nach einer »Zugabe«. Fündig wird er in Namibia, wo er den Trust steps for children gründet. Er ist an sechs Projektstandorten tätig, wo er sich für bessere Bildungschancen von Kindern aus den Armenvierteln Namibias einsetzt. Mit Krippen, Kindergärten, Vorschulunterricht, Hausaufgabenbetreuung und Nachhilfe für mehr als 1.500 Kinder werden die Grundlagen für bessere Chancen für ein selbstbestimmtes Leben gelegt. Die Gründung von Werkstätten, Nähstuben und Gärten unterstützt den nachhaltigen Ansatz der Stiftung und ermöglicht den Kindern und Jugendlichen, selbstverantwortlich ihren eigenen Lebensentwurf zu gestalten. Bei der Bildungsarbeit legt die Stiftung steps for children Wert darauf, unternehmerisches Handeln und Denken zu vermitteln.

Dr. Bernward Jopen

Leonhard gGmbH I Unternehmertum für Gefangene
Gräfelfing

Nach achtjähriger Tätigkeit als Mitgründer und Co-Geschäftsführer für das Entrepreneurship-Center der TU-München mit bis zu 1.000 Studenten und Wissenschaftlern jährlich wendet sich Dr. Bernward Jopen mit 67 Jahren einer ganz neuen Zielgruppe zu. Angespornt durch die Erfolge des Prison Entrepreneurship Program PEP in den USA gründet er 2010 ein Programm zur unternehmerischen Qualifizierung von Strafgefangenen, die sich vor ihrer Entlassung auf ein verantwortungsvolles und straffreies Leben vorbereiten wollen. Die Teilnehmer werden nach einer Bewerbung ausgewählt und auch noch lange Zeit nach ihrer Entlassung betreut, damit sie erfolgreich, selbstbewusst und legal Geld verdienen können. Oder im besten Fall sogar ihr eigenes Unternehmen führen.

Anna Vonnemann

ReMoD
Berlin

Anstoß zur Entwicklung von ReMoD (Remember Motion Device) gibt Anna Vonnemann die Erkrankung ihrer Tochter, die in Folge eines Schlaganfalls seit ihrer Geburt halbseitig gelähmt ist. Ihre Mobilitätsprobleme machten eine selbstständige Fortbewegung fast unmöglich. Eine langfristig wirksame Therapiemethode existiert bis dahin nicht. Das veranlasst Anna Vonnemann, zunächst tüftelnd am Küchentisch, zur Entwicklung eines Gerätes zur Haltungs- und Bewegungskontrolle. 2005 entsteht der erste Prototyp. Schnell zeigen sich bei Anna Vonnemanns Tochter deutliche Verbesserungen. 2015 wird die Biologin und freischaffende Künstlerin schließlich zur Start-up-Gründerin. Das patentierte Gerät sendet elektrotaktile Signale auf die Haut und ermöglicht damit Menschen mit einer neurologischen Bewegungsstörung, ihre Haltung eigenständig zu korrigieren.

Kontakt

Standort:
Bergedorf
Gräpelweg 8
21029 Hamburg (Bergedorf)

Karin Haist
Leiterin bundesweite Demografie-Projekte
Stv. Leiterin im Haus im Park

Telefon +49 • 40 • 72 57 02 - 44
E-Mail haist@koerber-stiftung.de

Jana Lunz
Programm-Managerin
Zugabe-Preis

Telefon +49 • 40 • 72 57 02 - 31
E-Mail lunz@koerber-stiftung.de

Jury

Gründer, Sozialunternehmer, Themenexperten Wissenschaftler und Medienvertreter wählen aus einer von Ihnen ermittelten Shortlist die Preisträgerinnen und Preisträger aus.

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Search Committee

Themen-Experten, regionale Akteure und Medienvertreter sind Mitglied im breit aufgestellten Nominierungsgremium, das deutschlandweit die Kandidatinnen und Kandidaten für den Zugabe-Preis sucht.

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