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Zugabe-Preis geht in engere Auswahl

Die Vorjury hat entschieden: Neun Gründerinnen und Gründer 60plus werden sich am 24. März der Jury persönlich vorstellen. Die insgesamt 57 Nominierten bilden ein breites Spektrum neuer Altersbilder ab. Die Körber-Stiftung will mit dem Preis das soziale Potenzial der Älteren präsentieren sowie Vorbilder für neues Altern auszeichnen.

Den Zugabe-Preis von drei mal 60.000 Euro vergibt die Körber-Stiftung jährlich an Persönlichkeiten über 60 Jahre, die mit frühestens 50 ein Unternehmen oder Sozialunternehmen gegründet haben, um mit ihrer Lebenserfahrung und mutigem Gründergeist gesellschaftlichen Herausforderungen zu begegnen.

nach den Themenbereichen ihrer Unternehmen/Sozialunternehmen

Dass Start-ups nicht nur den Jungen vorbehalten sind, zeigen auch die 57 Nominierungen 2020. Fast die Hälfte von ihnen hat zwischen 50 und 59 Jahren gegründet, aber immerhin elf der nominierten Zugeber und Zugeberinnen war bei der Unternehmensgründung schon in ihren Siebzigern. Dass von den Nominierten heute 34 zwischen 60 und 69, 16 zwischen 70 und 79 und sieben sogar über 80 sind, zeigt, dass ihre Unternehmen oder Social Businesses meist schon lange und erfolgreich etabliert sind. Über 70 Prozent sind denn auch als »mitten im Geschäft« einzuschätzen, 22 % stehen eher an ihrem unternehmerischen Anfang – und 7 Prozent suchen schon einen Nachfolger.

Alter bei Gründung ihres Unternehmens/Sozialunternehmens

Gründen im Alter – wer und wie?

Wer wird im Alter zum Gründer oder zur Gründerin? Die berufliche Biografie scheint sich auszuwirken. 39 Prozent der für den Zugabe-Preis Nominierten können bereits auf frühere Gründungserfahrungen zurückgreifen und bei mehr als der Hälfte gibt es bei ihrem unternehmerischen Alterswerk thematische Überschneidungen mit den eigenen Berufsinhalten. Bei der regionalen Herkunft der Gründer und Gründerinnen sind die drei bevölkerungsreichsten Bundesländer vorn, allerdings in umgekehrter Reihenfolge: In Baden-Württemberg sind 11, in Bayern 10 und in Nordrhein-Westfalen 8 Personen nominiert worden. Die Themenbereiche, in denen die Zugeber und Zugeberinnen vor allem wirken, sind Gesundheit, Alter und Bildung. Die Organisationsformen hinter den Gründungen variieren: GmbHs und gemeinnützige GmbHs stehen gemeinsam an der Spitze, gefolgt von Vereinen mit unternehmerischer Ausrichtung, Stiftungen, Kommanditgesellschaften und Genossenschaften.

Thematische Überschneidung mit Berufsinhalten

Vorgeschlagen wurden die Zugeber und Zugeberinnen von einem Search Committee oder von Bundes- und Landtagsabgeordneten sowie Dritten. Am 27. Februar wählte die Vorjury aus den 57 Nominierten eine Shortlist von neun Personen aus. Aus ihnen wird die finale Jury am 24. März in persönlichen Gesprächen drei Preisträger oder Preisträgerinnen ermitteln. Die Preisverleihung findet am 10. Juni statt.

Zugabe-Preis


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