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Meldung

Den Wandel kommunal gestalten

Wenn mit den geburtenstarken Jahrgängen fast ein Drittel der Bevölkerung altert, stehen vor allem die Kommunen vor großen Herausforderungen – aber sie können auch auf das große Potenzial der neuen Alten setzen. Darüber sprach Karin Haist, Körber-Stiftung, bei der »Innovators Lounge« des Deutschen Städte- und Gemeindebunds.

Zur Frage, wie der demografische Wandel die Kommunen verändern wird, hatte der Deutsche Städte- und Gemeindebund Bürgermeister, Landräte und Führungskräfte aus der Wirtschaft am 23. Januar nach Leipzig eingeladen.

Karin Haist, in der Körber-Stiftung verantwortlich für die Projekte Demografische Zukunftschancen, stellte dem Kreis die Herausforderungen und Chancen dar, die mit der anstehenden Verrentung der Babyboomer für die Kommunen einhergehen. Den absehbaren Problemen wie zum Beispiel dem Verlust gut qualifizierter Arbeitskräfte – besonders relevant für den Arbeitgeber Öffentlicher Dienst –  oder dem drohenden Leerstand von Immobilien besonders in den Vorstädten stellte sie die Potenziale der geburtenstarken Jahrgänge gegenüber. Als Generation des Bildungsaufstiegs und als Mitgestalter vieler sozialer Bewegungen vereinen die Babyboomer relevante Partizipationserfahrungen mit der Bereitschaft zur gesellschaftlichen Verantwortung. »Auf diese Generation können Sie in den Kommunen setzen« so Haist. »Ruhestand als Lebenskonzept ist out. Bieten Sie Alternativen zu Stillstand und einem Rückzug ins Private.«

Die Spitzenvertreter aus Städten und Unternehmen diskutierten auch über eine Demografie-Regionalstudie der KfW- Bankengruppe und lernten das Projekt »Lausitzer Sterne« kennen. Die exklusive Innovators Lounge findet regelmäßig im Rahmen des Innovators Club des Deutschen Städte- und Gemeindebunds statt und greift kommunale Zukunftsthemen auf.
 
Broschüre »Aufbruch: Gründergeist und soziale Verantwortung« (PDF)
Broschüre »Die Babyboomer gehen in Rente. Was das für die Kommunen bedeutet« (PDF)


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