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Meldung

Generation 50plus mit Potenzial für soziales Unternehmertum

Die Zukunft unserer Gesellschaft kann auf die Potenziale der Älteren bauen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen forsa-Umfrage im Auftrag der Körber-Stiftung unter 50- bis 75-Jährigen. 75 Prozent der Befragten sind bereit, sich gesellschaftlich zu engagieren. Die Gründung eines sozialen Unternehmens ist für jeden Fünften (19 Prozent) denkbar.

Bereits seit vielen Jahren wirbt die Körber-Stiftung für eine positive Sicht auf den demografischen Wandel und einen neuen Umgang mit dem Alter, fokussiert auf die Kompetenzen, die es mit sich bringt. In einer aktuellen Forsa-Umfrage stellen wir die 50- bis 75-Jährigen in den Mittelpunkt und fragen nach den Vorstellungen dieser Altersgruppe für das Älterwerden und die Nacherwerbsphase:

Worin sehen Menschen, die entweder schon in Rente sind oder aber den Übergang aus dem Arbeitsleben in absehbarer Zeit vor sich haben, ihre nachberufliche Verantwortung für die Gesellschaft und ihre Mitgestaltungsmöglichkeiten?

NEUSTART
Im Alter noch einmal etwas Neues starten – das ist für eine beachtliche Anzahl von Menschen über 50 Jahre durchaus eine Option. Unter den Befragten gab dies jeder Dritte der heute 50-bis 75-Jährigen an. Für weitere 44 Prozent käme dies zumindest in Frage. 67 Prozent würden unter bestimmten Bedingungen länger arbeiten. 
Einen besonderen Anreiz für einen Neubeginn im Alter bieten dabei offensichtlich Aktivitäten im sozialen Bereich: So kann sich die Hälfte der Befragten (48 Prozent) grundsätzlich vorstellen, sich für das Gemeinwohl einzusetzen und dabei etwas Eigenes zu gründen, zum Beispiel einen Verein, ein Projekt oder eine Stiftung. 

FEHLENDE GRÜNDUNGSKULTUR FÜRS ALTER
Die neuen Alten bringen das mit, was Unternehmensgründer ausmacht: Lebenserfahrung, Fachwissen, Kompetenzen und Zeit. Doch gerade dieses Potenzial wird nach Einschätzung der Befragten oft nicht genutzt. 88 Prozent sehen ältere Personen und ihr Potenzial, gesellschaftliche Veränderungen zu bewirken, häufig als unterschätzt an. Von den befragten 50-75-Jährigen, die sich keine Gründung vorstellen können, führen 39 Prozent dies auf die fehlende konkrete Gründungsidee zurück. Jedem Vierten fehlen Informationen über das Gründen. 16 Prozent sind zudem der Meinung, dass Gründen eher etwas für jüngere Generationen ist. 

SOZIALES KAPITAL
Die Altersgruppe vor und nach dem Renteneintritt zeigt ein großes soziales Kapital: ein profundes gesellschaftliches Interesse, eine enorme Bereitschaft, auch im Alter zu arbeiten oder sich gesellschaftspolitisch zu engagieren, und sogar den Mut, mit Gründergeist im Alter ganz neue Wege zu gehen.

Über die forsa-Umfrage: Insgesamt wurden 1.521 Bürgerinnen und Bürger zwischen 18 und 75 Jahren im Juli 2018 befragt. Da im Mittelpunkt des Interesses die Generation der 50-bis 75-jährigen steht, wurden insgesamt 761 Personen dieser Altersgruppe befragt. Für einige Fragen wurden zudem 760 Personen zwischen 18-und 49-Jahren befragt. Um ein für die gesamte Altersgruppe der 18-bis 75-Jährigen repräsentatives Ergebnis zu erhalten, wurden die Ergebnisse entsprechend den Anteilen der jeweiligen Altersgruppen an der Gesamtbevölkerung gewichtet.

Die Broschüre zur Umfrage als Download (PDF)

Pressemeldung und weitere Informationen


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