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Zugabe-Preis
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    Zugabe-Preisträgerin organisiert europäischen Austausch zu Einsamkeit

    Elke Schilling, die Gründerin von Silbernetz e.V., der Telefonhotline gegen Einsamkeit, sorgt dafür, dass das gesellschaftliche Thema „Einsamkeit im Alter“ nun mit europäischer Perspektive in den Fokus genommen wird.

    Am 12. und 13. November lädt Silbernetz e.V. zu einem Kongress mit Experten und Expertinnen aus vielen Ländern. In einer Diskussion gleich zu Beginn diskutierte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mit Dubravka Šuica, Vize EU-Kommissionspräsidentin für Demografie und Demokratie. Beide erachteten Einsamkeit als ein Thema von großer Bedeutung – durch Corona sichtbarer geworden, aber schon vorher drängend. Sieben Prozent der Europäer fühlen sich nach einer Studie von 2018 regelmäßig einsam – das sind 30 Millionen Menschen. Weitere Zahlen machen klar, dass Einsamkeit gerade im Alter zunehmen wird: Ein Drittel der europäischen Haushalte sind Single-Haushalte und der Anteil der Älteren an der Gesellschaft steigt, in Europa sind derzeit 19 % der Bevölkerung über 65, in Deutschland sogar 21 %. Für eine personelle Repräsentation des Themas, wie in Großbritannien durch ein Ministerium gegen Einsamkeit, waren Jens Spahn und Dubravka Šuica aufgeschlossen.

    Das freut die Organisatoren um Elke Schilling, die mit ihrem Kongress das Thema Einsamkeit im Alter in die breite Debatte bringen und die wichtigen Akteure vernetzen wollen, aber sich auch konkrete Maßnahmen der Politik erwarten. Für die Gründung des Sozialunternehmens Silbernetz wurde Elke Schilling 2020 mit einem Zugabe-Preis der Körber-Stiftung ausgezeichnet.


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